Verhüttungsversuche

Im Frühjahr 2000 wurde auf Anregung des Arbeitskreises Historischer Hauberg Fellinghausen in unmittelbarer Nähe des Meilerplatzes eine Rekonstruktion eines latènezeitlichen Verhüttungsofens errichtet. Als Grundlage der Rekonstruktion dienten Ergebnisse von Ausgrabungen solcher Öfen im Siegerland sowie neuere Erkenntnisse und Theorien über die Benutzung und Bedeutung dieser Öfen.

Zusammenfassung

Zusammenfassung der bisherigen Verhüttungsversuche

Protokoll der Zusammenkunft der Arbeitsgruppe Latèneofen Fellinghausen am 13.11.2002 in Fellinghausen

  1. Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse der bisherigen Verhüttungs-Versuche (Bestandsaufnahme)
  2. Analyse der Gründe für den unzureichenden Erfolg der Versuche, inkl. Vergleich mit den Versuchen Anderer (Deutung)
  3. Formulierung von Ansätzen für eine Verbesserung der Versuchsanstellung (Folgerungen)
  4. Planung weiterer Aktivitäten

Bestandsaufnahme

Der erste Verhüttungsversuch am 1./2.7. 2000 erbrachte eine Schlackenluppe mit Einschlüssen feinst verteilten metallischen Eisens, welches sich durch erneutes Aufschmelzen von Luppenteilen nicht isolieren ließ.

Beim zweiten (bisher besten) Versuch am 24.7.2001 fanden sich in Teilen der Luppe bis zu erbsengroße kaltverformbare Granalien aus metallischem Eisen, insgesamt aus zwei Luppenstücken ca. 15 g.

Der dritte Versuch am 15./16.Mai 2002 lieferte äußerlich kaum veränderte Stücke des eingesetzten gerösteten Erzes, möglicherweise durch Teilreduzierung (erste Reduzierungsstufe) chemisch verändert.

Der bisher letzte Versuch am 24./25.Juli 2002 lieferte mehrere Luppenstücke mit örtlich stark magnetischen Partien. Die röntgenographische Analyse dieser Luppenstücke zeigte, dass eine weitgehende Reduzierung des Eisenoxids bis zur FE3O4-Stufe stattgefunden hat und, dass wiederum in der Schlackenluppe fein verteilte Eisenpartikel vorliegen, die nicht so groß sind wie beim 2. Versuch und (bisher) nicht isoliert werden konnten.

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